Management - von den Besten lernen by Frank Arnold

Management - von den Besten lernen by Frank Arnold

Author:Frank Arnold [Arnold, Frank]
Language: deu
Format: epub
ISBN: 9783446430518
Publisher: Hanser, Carl GmbH + Co.
Published: 2012-02-01T23:00:00+00:00


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Aufgaben und Denkanstöße:

Was müssen Sie bei einer aktuell anstehenden Entscheidung tun, um sorgfältiger zu planen?

Überdenken Sie Ihre Standards und Ihren Anspruch, wenn es um Vorbereitung und Planung geht.

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„Ich habe nichts zu bieten als Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß. Uns steht eine Prüfung von allerschwerster Art bevor. Wir haben viele, viele lange Monate des Kämpfens und des Leidens vor uns. Sie werden fragen: ‚Was ist unsere Politik?‘ Ich erwidere: ‚Unsere Politik ist, Krieg zu führen, zu Wasser, zu Lande und in der Luft, mit all unserer Macht und mit aller Kraft, die Gott uns verleihen kann; Krieg zu führen gegen eine ungeheure Tyrannei, die in dem finstern Katalog der menschlichen Verbrechen unübertroffen bleibt. Das ist unsere Politik.‘ Sie fragen: ‚Was ist unser Ziel?‘ Ich kann es in einem Wort nennen: Es ist Sieg, Sieg um jeden Preis, Sieg trotz allen Terrors, Sieg, egal wie lang und schwer der Weg sein mag; denn ohne Sieg, gibt es kein Überleben.“93 – Winston Churchill (1874–1965) am 13. Mai 1940 in seiner ersten Rede als britischer Premierminister.

Das große Nein, welches er Hitler im Zweiten Weltkrieg entgegenstellte, war die Voraussetzung dafür, dass sich der Lauf der Geschichte änderte. Es war seine gewaltige Redekraft, die im britischen Volk die Entschlossenheit zum bedingungslosen Widerstand freisetzte. Ohne Churchill wäre dieses Nein nicht gerufen worden. Winston Churchill gab Europa das Vertrauen in die Richtigkeit vernünftigen Handelns, er verkörperte eine moralische Autorität und er stärkte den Glauben an Werte.

Wenn man sich seine entscheidende Rolle in der Weltgeschichte vergegenwärtigt, scheint es aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, dass jemand anderes seinen Platz hätte einnehmen können. Anfang 1939 war dies jedoch keineswegs selbstverständlich. Nach einer militärischen und politischen Karriere mit großen Höhen und Tiefen war er von 1929 bis 1939 ohne politisches Amt. Erst nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er erneut Erster Lord der Admiralität. Als am 9. Mai 1940 die Frage drängte, wer Nachfolger von Premierminister Neville Chamberlain werden sollte, wollte niemand Churchill: nicht der König, nicht Chamberlain, keine der drei großen Parteien. Alle zogen Edward Halifax vor, und Churchill weigerte sich, seinen Anspruch anzumelden. Auch als Chamberlain Churchill an diesem Tag fragte, ob er in der Regierung Halifax einen Ministerposten übernehmen würde, schwieg Churchill – er schwieg sehr lange. Dieses Schweigen konnte schlechterdings kaum als Zustimmung gedeutet werden. Chamberlain hatte keine andere Wahl, als Halifax fallen zu lassen und Churchill zu akzeptieren, da eine Regierung völlig ohne Churchill vom britischen Volk zu diesem Zeitpunkt nie akzeptiert worden wäre. Churchill setzte sich durch „und innerhalb weniger Stunden waren alle, die sich Churchill widersetzt hatten, zutiefst dankbar, dass Sie unterlegen waren“, schrieb Peter de Mendelssohn über diesen Zeitpunkt. „Der redegewaltigste Mann seiner Zeit, nie um ein treffendes Wort, eine mitreißende Wendung verlegen, hatte sich durchgesetzt, indem er schwieg.“94

Wie war es möglich, dass das britische Volk Churchill in dieser schicksalsentscheidenden Stunde einen unbegrenzten Vertrauenskredit entgegenbrachte? Man findet folgende faszinierende Antwort: Das britische Volk war unbesehen bereit, „die lange Liste der Torheiten, Missgriffe und Fehlurteile Churchills zu vergessen, obwohl gerade seine ärgsten Torheiten seiner Unfähigkeit, dieses Volk zu verstehen, entsprungen waren.



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